SUPERMODELS.

Peter Lindbergh’s Ruhm liegt nicht nur in seinem Können begründet, sondern auch darin eine neue wegweisende Sicht in der Modefotografie erschaffen zu haben. Nach den grellen, überschminkten und auftoupierten Modevisionen der 80er Jahre prägte er Anfang der 90er das Bild der neuen natürlichen Models. Anstatt menschlicher Kleiderständer präsentierte er erstmals selbstbewusste, ausdrucksstarke Frauenbilder. In flüchtigen Momenten eingefangen, überwiegend in schwarz-weiß gehalten, etablierte er damit einen neuen Realismus in der Modefotografie und eine neue Bildsprache in den Modemagazinen, die eigentlich bis heute anhält. Stand bis dahin die Mode im Fokus, waren es durch seine revolutionäre Art zu fotografieren die Models selbst, welche die neuesten Trends durch ihren idolhaften Charakter an die Frau brachten. Jeder kannte plötzlich die Namen hinter den schönen Gesichtern:

Nadja Auermann, Linda Evangelista, Claudia Schiffer, Naomi Campbell, Christy Turlington, Tatjana Patitz oder Helena Christensen.

DUNKELKAMMER.

Ein Raum der Ausstellung in dem es viele Bilder zu sehen gibt! Eine sehr schöne Idee, wie ich finde. Wo doch heute durch die digitale Fotografie diese Räume mit Rotlicht nicht mehr gebraucht werden und so schon sehnsuchtsvolle Erinnerungen an „die gute alte Zeit“ in mir wecken.

Peter Lindbergh / Kunsthalle München
Peter Lindbergh / Kunsthalle München
Peter Lindbergh / Kunsthalle München
Peter Lindbergh / Kunsthalle München
Peter Lindbergh / Kunsthalle München
Peter Lindbergh / Kunsthalle München
Peter Lindbergh / Kunsthalle München

DAS UNBEKANNTE. 
THE UNKWOWN.

Dies ist einer meiner Lieblingsräume, welcher uns in seiner mystischen Schönheit in eine andere Welt verführt. Mit Schattentänzern, die sich zum Klang des Windes und dem Ton von tiefen Klangschalen gespenstisch-anmutig bewegen, zieht er uns – solange wir dort verweilen – in seinen Bann. In der Mitte des Raumes steht ein sich drehendes Podest aus glitzernden Swarovski-Kristallen, die unseren Blick auf sich ziehen.

IKONEN.

Als „Fotograf der Wahrheit“ oder „Poet des Glamour“ vermeidet er als Stilmittel den sozialen Status des Portraitierten einzusetzen. Einzig die Momentaufnahme, die natürliche Eleganz einer Person mit einfachsten Mitteln einzufangen, stehen für ihn im Mittelpunkt. Dies bringt diese wundervollen Bilder von Kate Winslet, Julianne Moore oder mein absolutes Lieblingsfoto dieser Ausstellung von Monica Bellucci (ganz unten links) hervor, die es in meinen Augen wert sind, länger betrachtet zu werden und sich somit überhaupt rechtfertigt in einer Kunst-Ausstellung gezeigt zu werden. Oft hörte ich schon die Frage: Ist Peter Lindbergh überhaupt Kunst? Ich möchte mal behaupten, wer vor dieser Art Fotografie stand, weiß warum sie in der Kunsthalle hängt. Überzeugt Euch bitte selbst vor Ort in der Kunsthalle München *klick!

MEIN FAZIT: Auch wenn Ihr auf Facebook & Co. oder meinem Blog viele Abbildungen der Ausstellung sehen könnt, ist dies nichts im Vergleich zu den Originalen! 


Dieser Beitrag soll Euch dazu inspirieren selbst hinzugehen oder Menschen, die nicht in der Lage dazu sind, einen Einblick schenken – nicht aber den Ausstellungsbesuch ersetzen!
Nichts ist vergleichbar mit dem „live“ sehen und davor stehen!

Bisher war die Ausstellung der letzten Jahre, die ich nie vergessen werde, das „Non plus Ultra“ Jean Paul Gaultier *klick. Doch Peter Lindbergh schafft es problemlos, auch durch das erneut extrem stimmige Konzept von Kurator Thierry-Maxime Loriot, daran anzuschließen! 




PETER LINDBERGH BIS AUGUST 2017.

Peter Lindbergh / Kunsthalle München
Peter Lindbergh / Kunsthalle München
Peter Lindbergh / Kunsthalle München
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